Nachhaltige Bewirtschaftung im Bestand

12. Dezember 2025

Das Projekt „Energie Monitoring in Realtime“ setzt branchenweit Maßstäbe

Die GRE Austria hat in den vergangenen Jahren entscheidende Schritte gesetzt, um ihr Immobilienportfolio zukunftsorientiert und noch nachhaltiger aufzustellen. Mit Einführung einer Echtzeit-Erfassung von Verbrauchsdaten wurde hierzu ein europaweit vorbildliches Projekt umgesetzt. Das System erfasst gleichzeitig die relevanten Medien Strom, Wasser und Wärme und ermöglicht es damit, den Energieverbrauch sämtlicher Objekte in Echtzeit zu überwachen.

Projektleiter und ESG-Experte Semmy Yeslimen von der GRE Austria: „Durch unsere innovative Lösung können wir frühzeitig Wasserverluste erkennen, Verbrauchsmuster analysieren, und vor allem intelligente Gebäudemanagementsysteme (BMS) mit präzisen Daten versorgen. Die gewonnenen Daten dienen zugleich als effiziente Reporting-Grundlage für fundierte Entscheidungen zum nachhaltigen Betrieb und zur strategischen Optimierung des Bestandsportfolios.“

Baustein zur strategischen Portfolio-Entwicklung

Darüber hinaus bildet das Energie Monitoring eine wesentliche Grundlage für die strategische Weiterentwicklung im Bereich Dekarbonisierung und Risikomanagement. Mit den erhobenen Echtzeitdaten berechnet die GRE Austria die „Stranding Years“, also jenen Zeitpunkt, an dem Gebäude voraussichtlich die energetischen Anforderungen nach internationalen Klimazielen verfehlen – und damit ins Risiko kommen, zu „Stranded Assets“ zu werden. Grundlage dafür ist der CRREM-Standard (Carbon Risk Real Estate Monitor), ein weltweit genutztes Werkzeug der Immobilienbranche zur Bewertung von Treibhausgas-Emissionen und zur Entwicklung von Dekarbonisierungsstrategien. Dieses Wissen ermöglicht es, Investitionen gezielter zu planen und etwaigen Stranding-Risiken frühzeitig gegenzusteuern.

Gleichzeitig verfolgt die GRE Austria mit ihrem Projekt aber auch ganz handfeste, operative Ziele zur CO₂-Reduktion und zur Senkung des Energieverbrauchs. Denn die präzisen Daten schaffen mehr Transparenz und eröffnen neue Potenziale für Effizienzsteigerungen in allen Bereichen. „Damit leistet das Energie Monitoring in Echtzeit nicht nur einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit, sondern reduziert auch die Betriebskosten und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit des Portfolios.“, so Yalcin Bozdag, Head of Branch Austria.

Zertifizierungen als Werttreiber

Das neue System erfüllt bereits heute die Anforderungen der EU-Taxonomie-Verordnung für intelligentes Energiemanagement. Vergangenes Jahr erreichten 26 von 94 Portfolio-Objekten die Zertifizierung „EUT-aligned“. Durch die Einführung des Energie Monitoring werden nun weitere acht bis zehn Objekte folgen.

Neben den Fortschritten durch das Monitoring Projekt setzt die GRE Austria schon seit geraumer Zeit auf anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierungen. Bis Ende 2024 waren bereits zehn Objekte nach BREEAM In-Use zertifiziert. Weitere zehn Objekte folgten Im Jahr 2025. In den Jahren 2026 bis 2029 sollen weitere 31 zusätzliche BREEAM Zertifizierungen abgeschlossen sein. Ziel für das Jahr 2030 ist die Zertifizierung aller gewerblich genutzten Immobilien im Portfolio.

Auch bei der PAI 18-Kennzahl, einem von Finanzmarktteilnehmern viel beachteten Indikator zum Engagement in Immobilien mit schlechter Energieeffizienz, hat die GRE Austria in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt. So galten nach PAI 18 noch vor drei Jahren 96 Prozent des Portfolios als energieineffizient. Inzwischen konnte dieser Anteil bis auf 45 Prozent gesenkt werden. Eine Analyse der Generali sieht die GRE Austria damit am Spitzenplatz innerhalb der österreichischen Peergroup aus dem Versicherungs- und Immobiliensektor.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus

Das erfolgreichen Pilotprojekt „Energie Monitoring in Realtime“ gilt als Best-Practice-Beispiel innerhalb der Unternehmensgruppe. Durch den Mut zur Innovation, durch immer besser datenbasierte Strategie-Entscheidungen und durch konsequenten Ausrichtung auf ausgewählte ESG-Zertifizierungen zeigt die GRE Austria, was in Bestands-Portfolios möglich ist – und dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen.

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